“Ich möchte dem Eindruck entgegentreten – den Eindruck hat Herr Ramelow ja eben erweckt -, dass die ostdeutschen Rentnerinnen und Rentner in den letzten 30 Jahren benachteiligt worden wären. Das Gegenteil ist der Fall! (…)

Wo kommen wir her? 1989 gab es in der ehemaligen DDR eine Mindestrente in Höhe von 330 Mark; nach 45 Arbeitsjahren betrug die Durchschnittsrente 470 Mark; die Höchstrente lag bei 510 Mark. Wer mehr haben wollte, liebe Kolleginnen und Kollegen, der musste in die eigene Tasche greifen; das nannte sich dann Freiwillige Zusatzrentenversicherung. Nur: Wer weniger als 600 Mark verdient hat, wurde ausgeschlossen. Das heißt, er konnte nicht mehr Rente erwerben. Deswegen wurde im politischen Konsens im Deutschen Bundestag 1991/92 ein System geschaffen, um die Ostlöhne hochzuwerten. (…)

1992, als das System eingeführt wurde, lag sie bei durchschnittlich 508 Euro; heute sind es im Durchschnitt 1 230 Euro. Die Rente im Westen liegt im Durchschnitt bei 1 284 Euro.Liebe Kolleginnen und Kollegen, das ist ein Aufholprozess, wie es ihn in Gesamtdeutschland, glaube ich, noch nie gegeben hat. Das ist die Solidarität des Westens mit dem Osten, und das ist eine gesamtdeutsche Leistung. Ich finde, das sollten wir hier mal würdigen, wenn die Überschrift „Arbeitsleistung der Ostdeutschen würdigen“ lautet.”

Die ganze Rede finden Sie im Anhang

190510 Rede DDR-Rentenangleichung
190510 Rede DDR-Rentenangleichung
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