Nach Rehbergs Kenntnis gibt es bereits eine Landesentscheidung für Rostock

Mit Unverständnis nimmt der Bundestagsabgeordnete Eckhardt Rehberg (CDU) die gegenwärtige Debatte um den Standort der Akten der ehemaligen Staatssicherheit der DDR zur Kenntnis. Es sei an der Zeit, dass die Landesbeauftragte für die Aufarbeitung der SED-Diktatur, Anne Drescher, und der Vorsitzende des BStU-Beirates, Jörn Mothes, die Fakten zu akzeptieren:

„Mit der Übertragung der Akten in das Bundesarchiv wird auch eine neue Schwerpunktsetzung mit Blick auf historisch-wissenschaftlicher Forschung und politischer Bildung gelegt. Dazu gibt es seit Jahren Übereinkünfte mit allen Verantwortlichen, dass in Rostock das Arno-Esch-Zentrum errichtet wird, das mit dem ehemaligen Untersuchungshaftgefängnis der Stasi, dem Historischen Institut der Universität Rostock und dem Hochhaus in der August-Bebel-Straße ideale Bedingungen vorweist, um diese Schwerpunktsetzung zu erfüllen. Wissenschaftliche Forschung und historische Authentizität sind in Rostock gewährleistet. Nicht umsonst investieren Bund und Land aktuell 3,6 Millionen Euro in die gegenwärtig stattfindende Sanierung des ehemaligen Untersuchungshaftgefängnisses“, so Rehberg.

Nach Rehbergs Kenntnis habe das Land Mecklenburg-Vorpommern bereits eine Entscheidung zugunsten von Rostock getroffen. Das Kabinett hatte ein Schreiben des ehemaligen Bildungsministers, Mathias Brodkorb, an den Bundesbeauftragten für die Stasi-Unterlagen, Roland Jahn, zur Kenntnis genommen. Darin ist eindeutig Rostock als Standort definiert. 

190904 Standort Stasi-Akten
190904 Standort Stasi-Akten
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