Der Vorsitzende der Landesgruppe Mecklenburg-Vorpommern der CDU/CSU-Bundestagsfraktion, Eckhardt Rehberg, kritisiert die von den Linken entfachte Debatte um Ost- und Westdeutsche in Führungspositionen:

„30 Jahre nach der Friedlichen Revolution sind die Denkschablonen der Linken völlig überholt und rückwärtsgewandt. Die Einteilung in West- und Ostdeutsche und das populistische Beklagen über ostdeutsche Führungskräfte führt zu einer Spaltung der Gesellschaft.

Die Linken machen sich obendrein lächerlich, wenn junge Ostdeutsche nach ihrer absurden Definition gar keine Ostdeutschen sind: Wer nach dem 1. Januar 1976 geboren wurde, ist per se kein Ostdeutscher, auch wenn er in Rostock, Leipzig oder Jena das Licht der Welt erblickte. Die eigene Bundesvorsitzende Katja Kipping ist nach dieser kruden Auffassung keine Ostdeutsche, obwohl sie in Dresden geboren wurde. Auch sieben von 26 Bundestagsabgeordneten der Linken in den ostdeutschen Bundesländern dürfen sich ebenso nicht als Ostdeutsche bezeichnen.

Die Kritik an zu vielen westdeutschen Führungskräften in der Justiz zeigt den nach wie vor bestehenden Aufarbeitungsbedarf der DDR-Geschichte unter den Linken: Ein klarer Schnitt mit Überprüfungskommissionen zur Feststellung der Zusammenarbeit mit der Staatssicherheit stellte eine unabhängige Justiz und letztlich den Aufbau einer demokratischen Struktur sicher. Es ist bedauerlich, dass die Linken das in Abrede stellen. 

 

 

 

Wer 30 Jahre nach der Wende in diesen Denkkategorien politisch arbeitet, disqualifiziert sich als ernsthafter politischer Ansprechpartner. Gerade in der aktuellen politischen Stimmungslage sollten die Damen und Herren der Linkspartei die Gräben zwischen Ost und West nicht weiter vertiefen. Wer so agiert, kann anderen nicht vorwerfen, auszugrenzen oder zu diskriminieren. Diese Denkweise ist kein Deut besser“, so Rehberg abschließend.