Der Haushaltsausschuss des Deutschen Bundestages hat am 26. November 2020 den Bundeshaushalt für das Jahr 2021 beraten. Hierzu erklärt der haushaltspolitische Sprecher und Vorsitzende der Landesgruppe Mecklenburg-Vorpommern der CDU/CSU-Bundestagsfraktion Eckhardt Rehberg (CDU):

„Der Bund zeigt einmal mehr, dass er zum Profisport steht. Das erwarte ich auch vom Land Mecklenburg-Vorpommern, das das ursprünglich angekündigte Landesprogramm nicht mehr auf den Weg bringen will. Es kann nicht sein, dass sich das Land aus der Verantwortung stiehlt und die Profisportvereine Mecklenburg-Vorpommerns im Regen stehen lässt.

Aufgrund der anhaltenden COVID-19-Pandemie wird das – im 2. Nachtragshaushalt 2020 – initiierte Hilfspaket für (semi-)professionelle Vereine sowie Bundessportverbände bis Ende Juni 2021 fortgesetzt und inhaltlich erweitert. Zu diesem Zweck werden dem Bundesministerium des Innern, für Bau und Heimat unter Verwendung der nach dem 31. Dezember 2020 zur Eigenbewirtschaftung verbleibenden Restmittel des vormaligen Gesamtvolumens von 200 Mio. Euro weitere Hilfen im Gesamtvolumen von 200 Mio. Euro zur Verfügung gestellt werden.

Der im 2. Nachtrag definierte Adressatenkreis soll grundsätzlich unverändert fortbestehen. Zu diesem zählen Sportvereine und Unternehmen im professionellen und semiprofessionellen Wettbewerb, die mit wenigstens einer Mannschaft einer 1., 2. oder 3. Liga im Bereich der olympischen, nichtolympischen und paralympischen Individual- und Mannschaftssportarten angehören und in den Jahren 2019 und 2020 jeweils nicht mehr als 249 Mitarbeiter beschäftigen.

Zu diesem zählen auch Verbände auf Bundesebene. Verbände, die 2021 Meisterschaften ohne Zuschauer (“Geistermeisterschaften”) als Qualifikationswettbewerbe für die Olympischen und Paralympischen Sommerspiele Tokio 2021 ausrichten, sind unter den neu beschlossenen Bedingungen ebenfalls antragsberechtigt.

Der Zeitraum, für den Ausfälle bei Ticketeinnahmen kompensationsfähig sind, wird um sechs Monate auf die Monate Januar bis Juni 2021 verlängert, so dass sich der gesamte kompensationsfähige Zeitraum von April 2020 bis Juni 2021 erstreckt. Die nicht rückzahlbaren Zuschüsse an die betroffenen Organisationen sind an der Höhe der Ticketeinnahmen in den Monaten des Jahres 2019 zu orientieren. Die Höhe des jeweiligen Zuschusses soll dabei für die Monate Januar bis Juni 2021 auf höchstens 90 Prozent der Ticketeinnahmen des Jahres 2019 und maximal 800.000 Euro im kompensationsfähigen Zeitraum pro Verein bzw. Organisation begrenzt werden.

Ausgewiesene Verluste, die aus dem Wegfall anderer Einnahmen (keine Ticketeinnahmen!) zwischen Januar 2021 bis Juni 2021 entstehen, und die nicht aus anderen Quellen wie Versicherungen oder befristeten Beihilfemaßnahmen der EU gedeckt werden können, sind kompensationsfähig. Die Höhe des jeweils gewährten nicht rückzahlbaren Zuschusses soll dabei auf 70% und maximal 3 Mio. Euro. Voraussetzung ist jedoch, dass der Gesamtumsatz der Organisation innerhalb dieses Zeitraums um mindestens 30% im Vergleich zu dem entsprechenden Zeitraum des Jahres 2019 zurückgegangen ist.“