Mecklenburg-Vorpommern soll künftig von einem Linksbündnis regiert werden. Hierauf haben sich die Spitzen von SPD und LINKEN verständigt. Für die CDU Mecklenburg-Vorpommern bedeutet dies den Gang in die Opposition. Der Interimsvorsitzende der CDU Mecklenburg-Vorpommern, Eckhardt Rehberg, erklärt hierzu:

„Das Ergebnis der Sondierung überrascht nicht wirklich. Bereits vor der Wahl war erkennbar, dass bei der SPD nur ein geringes Interesse an einer Fortsetzung der Koalition vorhanden war. Verlässlichkeit und Solidität – diese Schlagworte müssen bei der SPD immer nur dann herhalten, wenn es darum geht, offenkundige Missstände und Versäumnisse in SPD-geführten Ministerien wie im Bildungsministerium hinsichtlich der Uni-Klinik in Rostock unter den Tisch zu kehren. Im Übrigen gilt für Koalitionen: Jeder Koalitionspartner entscheidet über sein Personal selbst. Das hat die CDU in den Sondierungsgesprächen deutlich gemacht, zumal dieser Grundsatz der SPD neu schien. Inhaltlich gab es zwischen SPD und CDU aus meiner Sicht keine unüberbrückbaren Gegensätze, auch nicht bei einem auf landesseitige Aufträge bezogenen Tariftreuegesetz.

DIE LINKE, so viel scheint festzustehen, war politisch und personell deutlich billiger zu haben als die CDU. Schon einmal gab es eine Linkskoalition von SPD und LINKEN in Mecklenburg-Vorpommern, die das Land nicht vorangebracht hat. Wer geglaubt hat, die SPD in Mecklenburg-Vorpommern sei eine ehrliche Maklerin der politischen Mitte, fühlt sich belogen und auch eines Besseren belehrt. Der SPD Mecklenburg-Vorpommern geht es offenkundig darum, sukzessive das gesamte Land zu schlucken und die LINKE ist offenbar bereit, hierbei die Kellnerin zu spielen.“

Der Vorsitzende der CDU-Fraktion, Franz-Robert Liskow ergänzt: „Wir haben in den Sondierungsgesprächen ein politisches Angebot gemacht. Dieses Angebot hätte dazu beigetragen, das Land in den kommenden fünf Jahren voranzubringen. Die SPD hat sich entschieden, das Angebot auszuschlagen und einen für sich möglicherweise leichteren Weg zu wählen. Das muss man akzeptieren.
Als Fraktion waren und sind wir voll handlungsfähig. Gleichzeitig präsentieren wir uns als geschlossene Einheit mit einem hohen inhaltlichen Anspruch. Für die kommenden fünf Jahre sind wir personell und inhaltlich gut gerüstet. Ziel unserer Oppositionsarbeit wird es nicht sein, Gräben aufzureißen, wir werden aber auch niemanden schonen. Unser Ziel ist, die Regierungsarbeit aktiv zu kontrollieren, inhaltliche Alternativen anzubieten, aber auch Widersprüche aufzuarbeiten.“