Die Bundestagsabgeordneten Peter Stein (CDU) und Eckhardt Rehberg (CDU) unterstützen den Vorschlag des Landestourismusverbands Mecklenburg-Vorpommern, die frühen Sommerferientermine bundesweit einmalig auf einen späteren Zeitraum im August und September zu verschieben. Dies könne der wegen der Corona-Krise von massiven Ausfällen betroffenen Wirtschaft, den Schülern und vor allem der Tourismusbranche helfen und biete zudem den Familien die Möglichkeit, gemeinsame Ferien und Urlaub noch in diesem Jahr nachzuholen.

Peter Stein: “Um es vorweg zu sagen: es geht hier bei weitem nicht nur um ein Tourismusthema, denn auch andere Branchen könnten von einer Verschiebung profitieren.”

Nach Einschätzung der beiden Bundestagsabgeordneten Stein und Rehberg führten die Maßnahmen gegen die Corona-Pandemie dazu, dass viele Urlaubsuchende ihren geplanten Urlaub in der ersten Jahreshälfte nicht mehr antreten können werden. Und es sei sehr wahrscheinlich, dass die zukünftig vielfach ausgestellten Gutscheine für nicht stattgefundene Reisen wohl bis zum Juni nicht mehr in Anspruch genommen werden, dafür aber vielleicht im August oder September dazu wieder die Möglichkeit bestehe. “Das wäre eine riesige Chance gerade für unseren Inlandstourismus zwischen Bergen und Küste”, so der Rostocker Abgeordnete Peter Stein.

Deshalb fordern beide mehr Flexibilität der deutschen Kultusminister. “Besondere Zeiten erfordern besondere Maßnahmen. Schon die Debatte um die sehr enge Terminkette für die Abiturprüfungen zeigt sehr deutlich, es ist mehr Flexibilität geboten!”, so Stein und Rehberg übereinstimmend.

Beide erhoffen sich durch eine Verschiebung der Ferientermine positive Auswirkungen auf andere Branchen. “Es ist richtig, dass wir jetzt strikte Maßnahmen gegen die Pandemie fahren, unter der die Wirtschaft aber massiv zu leiden hat. Nach Lockerung dieser Maßnahmen brauchen wir alle Ressourcen, um rasch wieder in die Normalität zurückzukehren. Produzierende Firmen haben aber ein Problem, wenn ein Großteil der Mitarbeiter schon im Juni wieder in Urlaub gehen”, mahnt Rehberg.

“Wir sehen eine hohe Akzeptanz der verordneten Maßnahmen, aber die meisten Menschen möchten noch in diesem Jahr ihr normales Leben zurück. Dazu gehört für viele Deutsche gerade auch ein gemeinsamer Urlaub mit der Familie”, ergänzt Stein.

Eckhardt Rehberg dazu: “Der Inlandstourismus hätte eine wirkliche Chance, die Saison zu retten. Und kleine Familienbetriebe, auch in der Landwirtschaft, könnten dann auf die Unterstützung der Familienangehörigen zurückgreifen.”

Die Bundestagsabgeordneten fordern die Kultusminister daher dringend auf, eine Diskussion dazu und schnelle Entscheidung zuzulassen: “Jetzt ist keine Zeit für Denkverbote, auch und gerade nicht in der der Bildungspolitik!” Der Zugriff auf geänderte Ferienregelungen sei ein vergleichsweise leicht einsetzbares Mittel gegenüber den vielen anderen Maßnahmen, die derzeit umzusetzen seien.