Leben in Waren und arbeiten in Rostock. „Mobilität macht es möglich“, sagt der junge Wissenschaftler Sebastian Kaule. Er lebt mit seiner Familie in Waren an der schönen Müritz und fährt täglich zu seinem Arbeitsort nach Rostock. „Ich arbeite in einem biomedizinischen Unternehmen, kann mich dort beruflich weiterentwickeln und muss dafür nicht meine Heimat verlassen. Es geht spürbar voran“, berichtet Kaule seinem Bundestagsabgeordneten Eckhardt Rehberg, der weiß, dass die Zeit der großen Landflucht vorbei ist. Mittlerweile bieten sich den jungen Menschen alle Chancen. „Ausbildungsplätze, Jobs, Universitäten und Fachhochschulen – es ist alles da“, sagt Sebastian Kaule. „Das war einmal anders“, sagt Rehberg, der trotz der Erfolge Handlungsbedarf sieht: „Wissenschaft und Forschung müssen noch stärker in den ländlichen Raum wirken. Dafür braucht es vor allem schnelles Internet. Der Bund finanziert für M-V 92 Ausbauprojekte mit insgesamt 827 Millionen Euro. Jetzt muss es schnell gehen.“

Auch die junge Arzthelferin Monique Schaeffer-Düvier aus Neukalen gibt Rehberg Recht: „Ich möchte nirgendwo anders wohnen. Es ist schön hier, die Menschen halten zusammen und Arbeit gibt es auch.“ Die Medizinische Fachangestellte arbeitet in der Zahnarztpraxis von Dr. Lutz Knüpfer in Malchin. „Wir sind ein gutes Team und ich freue mich, wenn junge Menschen hier im Land ihre Perspektiven sehen und sich etwas aufbauen“, ergänzt der Zahnmediziner. Eckhardt Rehberg bewertet die Situation positiv, warnt aber auch vor zu viel Zufriedenheit: „Trotz aller Chancen gibt es junge Menschen ohne Arbeit. Hier müssen wir weiter anpacken, dürfen keinen zurücklassen. Als Bund stellen wir 7 Milliarden Euro für Schulsanierungen zur Verfügung. Unser Land muss jetzt anpacken, denn Bildung ist der Schlüssel“, unterstreicht Eckhardt Rehberg.