Der stellvertretende Landesvorsitzende der CDU Mecklenburg-Vorpommern und Bundestagsabgeordnete Eckhardt Rehberg sowie der Kreisvorsitzende der CDU Mecklenburgische Seenplatte und Landtagskollege Marc Reinhardt verlangen nach den wochenlangen Querelen um den SPD-nahen Wohlfahrtsverband AWO in der Müritz-Region endlich personelle Konsequenzen und eine stärkere Kontrolle der Wohlfahrtsverbände durch das Land und die Kommunen mithilfe eines „Masterplan Sozialcontrolling“:

„Der SPD-nahe Wohlfahrtsverband AWO versinkt im Strudel krimineller Machenschaften und finanzieller Ungereimtheiten. Leidtragende sind im Endeffekt die vielen engagierten ehren- und hauptamtlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die hervorragende soziale Arbeit leisten und dennoch um tarifliche Löhne streiten müssen.

Selbst SPD-Landtagsabgeordneter Dachner verlangt den Rücktritt seines Landtags- und Parteikollegen Rudolf Borchert, der dem AWO-Landesverband vorsteht. Die Forderung ist berechtigt, denn auch bei der AWO in Neubrandenburg scheinen merkwürdige Geschäftsgebaren zutage zu treten. Der Landesverband steht eindeutig in Verantwortung: Der SPD-Landesvorsitzende Erwin Sellering ist hier ebenso gefordert, Stellung zu beziehen und auf den Verband einzuwirken, die Vorfälle vorbehaltslos aufzuklären und überzogene Gehälter auf den Chefetagen zu unterbinden. Ein Blick auf die Besetzung des Landesvorstandes zeigt: Vier Mitglieder stammen aus der Mecklenburgischen Seenplatte und die Verbindung zur SPD wird mit zwei weiteren Landtagsabgeordneten mehr als deutlich.

Die AWO hat in den letzten Jahren massive Förderungen der öffentlichen Hand erhalten, um diverse sozialgesetzliche Aufgaben für die Gesellschaft zu erfüllen. Für mich leitet sich daraus auch ein besonderer moralischer Anspruch ab, von dem die Akteure meilenweit entfernt zu sein scheinen. Wir brauchen in diesem Land eine stärkere Kontrolle durch die Kommunen und das Land. Die Landesregierung muss, auch nach den Vorfällen um die Volkssolidarität und den Erkenntnissen des Landesrechnungshofs zu den ausufernden Kosten bei den „Hilfen zur Erziehung“ einen Masterplan auflegen, wie Sozialcontrolling auf den Ebenen der Kommunen und Landes gewährleistet werden kann“, so Rehberg und Reinhardt abschließend.