Der Rechnungsprüfungsausschuss des Deutschen Bundestages hat sich am Freitag mit dem Weiterbau der B96n beschäftigt. Nachdem wegen der gestiegenen Kosten des Südabschnitts ein Weiterbau des Nordabschnitts erst ab dem Jahr 2020 angedacht war, spricht sich der Ausschuss nun für eine schnellstmögliche Fertigstellung der für die Region so wichtigen Trasse aus. Damit ist die aus Kostengründen zunächst präferierte Ertüchtigung der vorhandenen B96 endgültig vom Tisch.

„Der teilweise Ausbau der alten, schon jetzt völlig überlasteten Straße, würde die Gesamtmaßnahme nicht sinnvoll abschließen“, so der für den Verkehrsetat zuständige Rechnungsprüfer Christian Hirte (CDU). Nach seiner Ansicht bliebe mit dieser Variante die Baumaßnahme B96n nur „Stückwerk“.

„Der Bau der B96n ist eine der wesentlichen Schlüsselinvestitionen im Norden“, ergänzt der Vorsitzende der Landesgruppe Mecklenburg-Vorpommern der CDU/CSU-Bundestagsfraktion.  „Sie schafft Arbeitsplätze in Industrie und Gewerbe und wird Rügen touristisch besser erschließen. Gleichzeitig wird damit der Hafen Mukran besser an die transeuropäischen Netze angebunden.“

Wegen der Wichtigkeit der Verkehrsanbindung sehen beide Haushaltspolitiker „auch gute Chancen dafür, dass der Neubau des Nordabschnitts weiterfinanziert wird und nicht erst wie vorgesehen 2020.“

Hintergrund:

Die B96 stellt neben der Autobahn A19 und der Autobahn A14 die wichtigste Nord-Süd- Verbindung in Mecklenburg-Vorpommern dar. Zudem fungiert sie als Zubringer zur A20. Die Erreichbarkeit des (Fähr-)Hafens Sassnitz und der Tourismusgebiete auf der Insel Rügen einerseits und die Anbindung des östlichen bzw. südöstlichen Landesteils an Berlin sind wesentliche Funktionen dieser Fernverkehrsverbindung.

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