Mit Entsetzen reagiert der Bundestagsabgeordnete Eckhardt Rehberg (CDU) auf den Vorstoß des Landesvorsitzenden des Landesverbandes Erneuerbare Energien (LEE), Rudolf Borchert, zugunsten des Ausbaus neuer Windkraftanlagen alles auf den Prüfstand stellen und auch Waldflächen hierfür nutzen zu wollen:

„Der Lobbyismus eines ehemaligen SPD-Landtagsabgeordneten kennt scheinbar kaum noch Grenzen. Während der schleppende Netzausbau im Grunde ein Aussetzen des weiteren Ausbaus von Windkraftanlagen erforderlich machen würde, fordert Borchert mit seiner Aussage – ‚es dürfe keine Tabus geben‘ – schamlos den zügellosen Zuwachs, wenn es um die Flächenbereitstellung für neue Windräder geht.

Er ignoriert damit vollkommen die sinkende Akzeptanz der Bevölkerung in den ländlichen Räumen, die mit den Folgen des Windräder-Ausbaus leben muss: Grundstücks- und Attraktivitätswerte sinken in ganzen Regionen unseres Landes und Lärm- und Gesundheitsbelastungen nehmen weiter zu. Das Beteiligungsgesetz findet bisher gar keinen Anklang, folglich profitieren weder Bürger noch Kommunen. In dieser Situation will Herr Borchert nun den ungebremsten Ausbau. Weder die Menschen des Landes und auch nicht die Natur in Mecklenburg-Vorpommern scheinen Herrn Borchert auch nur ansatzweise zu interessieren. Vielleicht kommen bald noch Vorschläge, die Kreidefelsen auf Rügen oder die Ivenacker Eichen mit Windkraftanlagen zu versehen.

Die Klimaschutzziele müssen jetzt als Argument für das große Geld verdienen herhalten, auch wenn soziale, wirtschaftliche und ökologische Probleme entstehen. Einzig erfreulich ist jedoch, dass sein Parteigenosse und Verkehrsminister Christian Pegel Herrn Borchert in die Schranken weist und die Vorschläge ablehnt“, so Rehberg abschließend.