Nach einem Besuch im Wohn- und Pflegezentrum „Am Walde“, einer Mitgliedseinrichtung des Bundesverbandes privater Anbieter sozialer Dienste e.V. (bpa) in Lohmen, hat der Bundestagsabgeordnete Eckhardt Rehberg (CDU) die Bedeutung der stationären Pflege betont:

 „Die Pflege ist eines der wichtigsten sozialen Themen unserer älter werdenden Gesellschaft. In zehn Jahren wird es in Deutschland 3,4 Millionen Pflegebedürftige geben, eine Million Menschen mehr als heute. Alleine diese Zahl unterstreicht die Herausforderung der zukünftigen Ausgestaltung der Pflegeversicherung. Wir müssen in diesem Zusammenhang darauf achten, dass die stationäre und die ambulante Pflege gleichwertig behandelt werden.

 Wenn das Land Mecklenburg-Vorpommern den weiteren Bedarf an stationären Pflegeplätzen nicht erkennt und sich hier sogar sperrt, ist das unverantwortlich. Der eigenen Bürgschaftsbank die Unterstützung bei Investitionsvorhaben für Erweiterungen in Pflegeheimen zu versagen, kann ich nicht nachvollziehen“, erklärt Rehberg.

 Sven Wolfgram, Landesbeauftragter des bpa ergänzt: „Es ist gut, die ambulante Pflege zu fördern. Mit dem gleichen Engagement muss sich die Politik aber auch einer zukunftssicheren stationären Pflegelandschaft widmen. Das wird angesichts der demographischen Herausforderungen klar.“

 Rehberg und Wolfgram sprachen sich für eine stärkere gesellschaftliche Anerkennung des Altenpflegeberufes aus. „Diese Arbeit verlangt Hochachtung von uns allen. Die Wertschätzung dieser Leistungen kann nicht oft genug betont werden“, so Rehberg. Dazu müsse auch gehören, dass die Pflegeausbildung für die interessierten Bewerberinnen und Bewerber kostenlos ist. Der bpa hat das in Mecklenburg-Vorpommern – anders als in vielen anderen Bundesländern – fällige Schulgeld für angehende Altenpfleger bereits mehrfach kritisiert.