Der Bundestagsabgeordnete und Vorsitzende der Landesgruppe Mecklenburg-Vorpommern der CDU/CSU-Bundestagsfraktion, Eckhardt Rehberg, bedauert, dass mehrere Denkmalschutzprojekte vom Bund aufgrund des fehlenden Landesanteils nicht gefördert werden können:

„Bis zum Schluss hatte der Bund noch eigens für unser Bundesland eine 300.000 Euro Rücklage im Denkmalpflegeprogramm gebildet, um die Sankt-Petri-Kirche Altentreptow, die Sankt-Marien-Kirche Bergen und die Sankt-Petri Kirche Wolgast unterstützen zu können. Fast ein Jahr lang war unklar, ob das Land den zwingend erforderlichen Drittenanteil bei der Finanzierung aufbringen wird. Hintergrund war die Entscheidung des Bildungsministeriums, die Mittelvergabe über die lokalen LEADER-Aktionsgruppen zu steuern. Im November nun wurde der Bund informiert, dass der Landesanteil nicht aufgebracht werden kann. Insgesamt sind damit in 2015 aus diesem Programm nur 4 von 12 Projekte aus Mecklenburg-Vorpommern berücksichtigt worden. Damit sind über 600.000 Euro Bundesmittel nicht abgeflossen, weil das Land den Eigenanteil verwehrt. Über 1,8 Millionen Euro Gesamtinvestition in den Denkmalschutz können damit vorerst nicht realisiert werden.

Der Bund hat sich aber entschieden, aus der Rücklage wenigstens das schon bestätigte Projekt St. Marien-Kirche in Greifswald mit einem erhöhten Zuschuss zu bedenken. Anstatt 205.000 erhält St. Marien in der Hansestadt 330.000 Euro Bundesmittel. Ich bin der Staatsministerin Prof. Grütters sehr dankbar für diese Entscheidung. Fakt ist aber, dass das Land ein deutlich stärkeres Engagement im Denkmalschutz an den Tag legen muss“, erklärt Eckhardt Rehberg abschließend.