Eckhardt Rehberg, Vorsitzender der Landesgruppe Mecklenburg-Vorpommern der CDU/CSU-Bundestagsfraktion hat sich in dieser Woche mit Vertretern des Landesanglerverbandes Mecklenburg-Vorpommern e.V. getroffen.

Er bekräftige anlässlich seines Besuches, dass die Union an der Seite der Freizeitangler und damit auch an der Seite der fast 44.000 Mitglieder des Landesanglerverbandes steht.

Rehberg: „Wir setzen uns gegen Verbotspläne der Freizeitfischerei in den Verordnungsentwürfen des SPD-geführten Bundesumweltministeriums zur Ausweisung der Gebiete Kadettrinne und Pommersche Bucht-Rönnebank als Naturschutzgebiete ein, denn es gibt keinen ausreichenden wissenschaftlichen Nachweis, dass die Angelfischerei zu einer Belastung in den Schutzgebieten führt. Sandbänke und Riffe sind durch die Angelfischerei nicht gefährdet. Zudem sind die Auswirkungen des Verbots für den regionalen Tourismus und die lokale Küstenwirtschaft unverhältnismäßig hoch. Auch Dank des Vetos des Bundeslandwirtschaftsministers konnten wir bisher verhindern, dass die Verordnungen, für die kein Einvernehmen der anderen betroffenen Ressorts erforderlich ist, in Kraft getreten sind.

Hinsichtlich der bestehenden Dorschfangquote für die Freizeitangler, die im Jahr 2017 erstmals nur noch 5 Dorsche am Tag fangen dürfen, sagte Rehberg zu, dass er sich im Rahmen der Neuverhandlungen für das Jahr 2018 für den Lösungsvorschlag der Landesanglerverbände Mecklenburg-Vorpommern und Schleswig-Holstein einsetzen werde. Dieser sieht vor, dass die Dorsche, die gefangen werden dürfen mindestens 45 cm groß und nicht wie bisher 35 cm groß sein müssen, dafür aber 10 Fische und nicht wie bisher 5 Fische gefangen werden dürfen unter Einhaltung eines Fangverbotes in der Schonzeit von Februar bis März. Diese Lösung ist praxisnah und entspricht der Arterhaltung und dem Bestandsaufbau besser als die jetzige Regelung.

Eckhardt Rehberg fordert in diesem Zusammenhang die Bundesumweltministerin auf, sich auf EU-Ebene dafür einzusetzen, den Kormoran aus dem Anhang der EU-Vogelschutzrichtlinie zu nehmen. Der Kormoranbestand hat sich nach der Unterschutzstellung durch die EU-Vogelschutzrichtlinie stark entwickelt. Das führt für Fischbestände und Fischerei zu Problemen. Schätzungsweise fangen die Kormorane in Binnengewässern mehr als 22 000 Tonnen Fisch pro Jahr – etwa genauso viel wie Berufs- und Angelfischer zusammen.

“Aufgrund der positiven Bestandsentwicklung streben wir eine grundsätzliche Lösung durch einen EU-Managementplan für Kormorane an, der sowohl den Interessen der Fischerei und des Fischartenschutzes wie auch dem Vogelschutz gerecht wird. Dem steht jedoch der Schutzstatus des Kormorans auf EU-Ebene entgegen. Dieser muss an die Bestandsentwicklung angepasst wird. Dann kann auch die Aufnahme in das Jagdrecht bzw. in die entsprechenden Anhänge der Vogelschutzrichtlinie geprüft werden.“, so Rehberg abschließend.

170714Landesanglerverband
170714Landesanglerverband
170714Landesanglerverband.pdf
36.4 KiB
7 Downloads
Details...