Der Bundestagsabgeordnete und Haushaltspolitische Sprecher der CDU/CSU-Bundestagsfraktion, Eckhardt Rehberg, informiert über eine Förderung in Höhe von 30.000 Euro für das vom Heimatverein Linstow e.V. betriebene Wolhynier Umsiedler-Museum in seinem Wahlkreis:

„Ich freue mich sehr, dass es gelungen ist, diese wichtige Gedenk- und Begegnungsstätte mit Mitteln des Bundes zu unterstützen. Die Förderung soll die historische Aufarbeitung im Kontext von Flucht und Vertreibung forcieren sowie die Erörterung gegenwärtiger Fragen von Flucht und Migration im Museum projektbezogen veranschaulichen. Hierzu ist eine Modernisierung der Museumsanlage geplant“, erklärt Rehberg, auf dessen Initiative die Förderung heute in der sogenannten „Bereinigungssitzung“ zum Bundeshaushalt 2016 im Haushaltsausschuss des Bundestages beschlossen wurde.

Hintergrund:  

Am Ende einer beispiellosen Odyssee hatte es am Ende des 2. Weltkrieges 73 Familien aus der polnisch-ukrainischen Grenzregion Wolhynien nach Mecklenburg verschlagen. Nach einem Weg voller Ungewissheit und Leid siedelten die Wolhyniendeutschen 1945 die ehemalige Domäne Linstow auf und prägen bis heute das Gesicht des Dorfes.

Das Museum stellt die Bedingungen eines Lebens in der Diaspora unter im Verlauf eines Menschenalters radikal veränderten politischen Rahmenbedingungen dar. Migration, Siedlung und Lebensweise der Wolhyniendeutschen werden anhand einer Dauerausstellung mit vielfältigen Exponaten zur Alltagskultur veranschaulicht.

Das Bauernhaus als Herzstück des Museums ist 1947 in traditioneller Bauweise als erster Umsiedlerhof in Linstow von einer wolhynischen Familie errichtet worden. 1990 begann die Gemeinde mit der Rekonstruktion dieses zum Abriss stehenden Hauses, 1993 wurde es seiner Nutzung als Museum und als Gedenk- und Begegnungsstätte übergeben und in den Folgejahren im Freilichtbereich erheblich erweitert.

151112 Förderung Wolhynier
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