Pressemeldung vom 12.10.2011

Die im Rahmen der Koalitionsverhandlungen zwischen SPD und CDU in Mecklenburg-Vorpommern vereinbarte Zielstellung der Privatisierung des Flughafen Rostock-Laage-Güstrow (RLG) ignoriert nach Ansicht des Bundestagsabgeordneten Eckhardt Rehberg die Realitäten:

„Vorhandenen Gutachten belegen, dass der Flughafen Laage nicht privatisierbar ist. Privatisierungen sind immer nur dann realistisch, wenn auch Gewinne erzielt werden können. Nach meiner Auffassung existiert kein Regionalflughafen dieser Größenordnung in Deutschland, der gewinnbringend betrieben werden kann“, so Rehberg. Der Ministerpräsident schade zudem mit seiner Aussage, Unternehmer würden zwar sagen, sie bräuchten den Flughafen Rostock-Laage, würden aber doch von Hamburg oder Berlin aus fliegen, den Bemühungen und Aktivitäten des Flughafens, neue Airlines mit Linienverbindungen nach Rostock-Laage zu holen. „Die Region Rostock und das gesamte Land brauchen den Flughafen“, hält Rehberg fest. Sellering erwecke den Eindruck, dass wir Linienverbindungen von Rostock-Laage nicht bräuchten, sondern dass sowieso die nächstgelegenen Flugverbindungen genutzt werden würden: „Er hat scheinbar auch nicht mitbekommen, dass gerade im Linienflugbereich in den letzten Monaten mehrere neue Verbindungen zu zentralen Flughäfen (München, Frankfurt a.M., Köln/Bonn und Stuttgart) aufgebaut wurden“, so Rehberg. Vergessen werden sollte auch nicht, dass bei einer Privatisierung ein neuer Vertrag mit dem Bundesverteidigungsministerium ausgehandelt werden muss: „Ich bezweifle, dass bei einer Privatisierung ähnliche günstige Konditionen für einen privaten Flughafenbetreiber erreicht werden können wie dies gegenwärtig der Fall ist“, so Rehberg abschließend.

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