Pressemeldung vom 08.02.2012

Rostock/Berlin (es/cme). Der gesellschaftliche Umgang mit dem politischen Extremismus steht nach den erschütternden Taten der NSU-Terrorzelle auf den Prüfstand. „Diese Art von Hass-Verbrechen speisen sich aus einem eng vernetzten Milieu und sind nicht nur eine ,Zelle’ des Terrors“. Dies sagten Elisabeth Siebert …

Einstehen für Demokratie ist beste Strategie gegen Extremismus Rostock/Berlin (es/cme). Der gesellschaftliche Umgang mit dem politischen Extremismus steht nach den erschütternden Taten der NSU-Terrorzelle auf den Prüfstand. „Diese Art von Hass-Verbrechen speisen sich aus einem eng vernetzten Milieu und sind nicht nur eine ,Zelle’ des Terrors“. Dies sagten Elisabeth Siebert und Hartmut Gutsche von den Regionalzentren für de-mokratische Kultur in Rostock und Stralsund in dieser Woche bei einem Treffen mit der Landes-gruppe MV in der CDU/CSU Bundestagsfraktion in Berlin. Rückblende: Im November hatten die beiden Experten von der Evangelischen Akademie MV, dem Träger der beiden Regionalzentren, den Bundes- und Landtagstagsabgeordneten aus Mecklenburg-Vorpommern ein Thesenpapier zu den „Hassverbrechen in Deutschland“ zuge-sandt. Kurz darauf kam eine Einladung vom CDU-Bundespolitiker Eckhardt Rehberg, der seit Jahren regelmäßig Kontakte zu dem Rostocker Regionalzentrum pflegt. Fazit des dreieinhalbstündigen Gespräches am Montag in der Bundeshauptstadt – eine Stunde war ursprünglich nur eingeplant: „Wir waren uns einig, dass es nicht allein darum geht, nur gegen Rechtsextremismus einzustehen, sondern vor allem für Demokratie“, berichtet Elisabeth Siebert. Wichtig sei es, demokratische Kompetenzen möglichst frühzeitig zu vermitteln und einzuüben. „Dabei gibt es eine gemeinsame Verantwortung von Politik, staatlichen Strukturen und Zivilgesellschaft, wobei vor allem im ländlichen Raum den Kirchen ein besonderer Stellen-wert zukommt“, so die Politologin weiter. Die beiden evangelischen Kirchen im Land sind auch neben der Trägerschaft für zwei Regionalzentren seit Jahren sehr aktiv für die Demokratie. U. a.