Pressemeldung vom 18.04.2012

Berlin/Rostock. Wie der CDU-Bundestagsabgeordnete und zuständige Unions-Berichterstatter im Haushaltsausschuss, Eckhardt Rehberg, mitteilt, erhält das Institut für Allgemeinmedizin an der Universität Rostock unter der Leitung von Prof. Dr. Altiner für das Projekt „Beeinflussung des ärztlichen Verordnungsverhaltens von Antibiotika bei Atemwegsinfekten in der deutschen Primärversorgung“ eine Zuwendung des Bundes in Höhe von rund 1,1 Millionen Euro. Die Projektlaufzeit begann am 01. Februar 2012 und endet am 31. Januar 2015.

Die Studie an der Universität Rostock untersucht die Häufigkeit der Verordnung von Antibiotika bei Atemwegsinfekten. Die Wissenschaftler gehen davon aus, dass in Deutschland eine Über- bzw. Fehlversorgung vorhanden ist, da Atemwegsinfekte häufig viral bedingt und daher mit Antibiotika nicht behandelbar sind. Die breitflächige Versorgung Verwendung von Antibiotika führt langfristig zu Problemen. So entwickeln Bakterien beispielsweise Resistenzen, was dazu führt, dass Medikamente ihre Wirksamkeit verlieren. Außerdem ist eine Antibiotikatherapie immer mit Nebenwirkungen verbunden. Ziel der Studie ist es, die Zahl der unangemessenen Antibiotikaverordnungen deutlich zu reduzieren. Längerfristig sind durch diese Verbesserung Einsparungen im Gesundheitssystem zu erwarten. „Ich freue mich, dass im Rahmen dieser BMBF-Fördermaßnahme die Universität Rostock mit ihren engagierten medizinischen Experten an dieser bedeutenden Aufgabe mitwirkt. Die geförderten Forschungsarbeiten leisten einen wesentlichen Beitrag zu dem Ziel der Bundesregierung im Rahmenprogramm Gesundheitsforschung, die Versorgungsforschung in Deutschland zu stärken.“ so Eckhardt Rehberg.

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