Angesichts der Diskussion um das der Linkspartei in Mecklenburg-Vorpommern zu-gedachte Erbe der Witwe des ehemaligen 1. Sekretärs der SED-Bezirksleitung, Bernhard Quandt, sieht der Bundestagsabgeordnete Eckhardt Rehberg (CDU) die Linken im Land vor einer demokratischen Bewährungsprobe:

 

„Offenbar haben die Linken im Land keine Bedenken, die großzügige Spende zweier überzeugter Stalinisten anzunehmen. Immer wieder betont die Linkspartei, dass sie sich vom politischen Erbe der SED längst verabschiedet hätten. Wenn es aber um das finanzielle Erbe geht, funktionieren die Verbindungen in die Vergangenheit offenkundig ganz hervorragend. Bernhard Quandt war nicht nur derjenige, der auf brutale Art und Weise die Bodenreform 1945 in Mecklenburg durchsetzte, sondern auch im absehbaren Untergang der DDR die Wiedereinführung der Todesstrafe und die stand-rechtliche Erschießung derjenigen forderte, die für Demokratie und Freiheit auf die Straße gingen. Wären die damaligen Verantwortlichen diesem barbarischen Irrsinn gefolgt, hätten wir mindestens einen zweiten ‚17. Juni 1953‘ zu beklagen.

 

Die Linken stehen daher vor einer Bewährungsprobe, ob sie tatsächlich im Zeitalter der Demokratie angekommen sind und sich von der SED-Diktatur distanzieren. Die Partei sollte das Erbe ausschlagen, um hier ein klares Signal zu setzen“, so Eckhardt Rehberg.

 

131125 Linke QuandtErbe
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