Zwei Wochen nach Beginn seiner Sommertour und vielen Gesprächen mit Bürgern, Bürgermeistern und Gemeindevertretern in den Gemeinden seines Wahlkreises sieht der Bundestagsabgeordnete Eckhardt Rehberg (CDU) die dezentrale Unterbringung der Asylbewerber in kleineren Gemeinden als große Herausforderung für die Kommunen:

 „Die Zahl der Asylbewerber nimmt deutlich zu und die bisherige zentrale Unterbringung in den Städten kommt an ihre Grenzen. Nun sollen die kleineren Gemeinden aushelfen. Hierfür bekommen sie zwar finanzielle Zuweisungen des Landes, jedoch stehen sie dennoch vor großen Herausforderungen: Sie müssen beispielsweise den Aufbau der Möbel in den Wohnungen für die Asylbewerber selbst organisieren. Hier-für ist Personal der Gemeinden erforderlich. Oftmals sprechen die Asylsuchenden weder Deutsch noch Englisch. Wer hilft den kleinen Gemeinden, wenn Kommunikationsprobleme bestehen oder kulturelle Konflikte entstehen? Viele ungeklärte Fragen und fehlende Erfahrungen machen den Kommunalpolitikern und Bürgern Sorge. Da-bei zeigen sich die Kommunen solidarisch und hilfsbereit, um den Asylsuchenden zu helfen. Zurecht besteht aber die Forderung, dass die Gemeinden besser vorbereitet werden wollen“, erklärt Rehberg.

 In Mecklenburg-Vorpommern gab es im ersten Halbjahr 2012 434 Erstanträge auf Asyl. Im ersten Halbjahr 2013 lag diese Zahl bereits bei 880. Mit einem Anstieg von 1700 % fallen dabei Erstanträge von Menschen aus der Russischen Föderation (492) auf.

 Zugleich spricht sich Rehberg dafür aus, die Asylverfahren zu beschleunigen und im Falle des Asylmissbrauchs schnell auszuweisen: „Politisch Verfolgte sollen in Deutschland Asyl erhalten. Bei Missbrauch des Asylrechts sollte aber entschlossen gehandelt werden, um den wirklich Schutzbedürftigen helfen zu können“, so Rehberg abschließend.

 

130726 Dezentrale Unterbringung Asylbewerber
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