Wie der Vorsitzende der Landesgruppe Mecklenburg-Vorpommern der CDU/CSU-Bundestagsfraktion, Eckhardt Rehberg, mitteilt, erhält die Universität Rostock im Rahmen der Fördermaßnahme „Validierung des Innovationspotenzials wissenschaftlicher Forschung – VIP“ für das Verbundprojekt „ARES“ (Permanent Luft haltende Schiffsbeschichtungen nach biologischem Vorbild zur Reibungsreduktion: vom Konzept zur Technologie) eine Förderung des BMBF in Höhe von rund 275.000 Euro (Projektlaufzeit 11/2013 – 10/2016).

 

„Ich freue mich sehr, dass die Fakultät für Maschinenbau und Schiffstechnik an der Universität Rostock eine Bundesförderung im Rahmen des Verbundprojektes „ARES“ erhält. Da sich der Kostendruck auf die Reedereien, insbesondere aufgrund steigender Energiepreise, stetig erhöht, verspricht der großtechnische Einsatz biologisch inspirierter Technologien ein hohes wirtschaftliches Potenzial. Nach Projektende soll die wirtschaftliche Verwertung der Technologie entweder über ein Ausgründung oder einen Lizenzverkauf erfolgen“ so Eckhardt Rehberg.

 

Hintergrund:

 

Schiffe verbrauchen ca. 70 Prozent ihrer Energie, um die Reibung zwischen Rumpf und Wasser zu überwinden. Umgäbe man den Schiffsrumpf mit einer permanenten Luftschicht, so würde die Reibung zwischen Schiff und Wasser durch die Reibung zwischen Schiff und Luft ersetzt werden. Der Treibstoffverbrauch könnte damit um ca. 10 Prozent sinken und es ergäbe sich zusätzlich ein wirksamer Schutz gegen den Bewuchs von Meeresorganismen am Schiffsrumpf, der momentan noch mit hochgiftigen Beschichtungen bekämpft wird. Ziel des vorliegenden gemeinschaftlichen Projektes des Karlsruher Instituts für Technologie und der Universitäten Bonn und Rostock ist es, eine permanente Lufthaltung unter Wasser nach einem pflanzlichen Vorbild auf Schiffsbeschichtungen zu übertragen und die entsprechende Anwendbarkeit für den Schiffsbau zu validieren. Die Antragsteller entschlüsselten den Mechanismus, wie der Schwimmfarn Salvinia beim Untertauchen unter Wasser eine Luftschicht dauerhaft halten kann und demonstrierten den Effekt bereits erfolgreich auf künstlichen, strukturierten Oberflächen. Diese Strukturen sollen im Vorhaben mit Hilfe moderner Fertigungsverfahren optimiert und unter realen Bedingungen auf ihre Hochseetauglichkeit getestet werden.

 

131206 ARES Uni Rostock
131206 ARES Uni Rostock
131206_ARES_Uni_Rostock(2).pdf
101.9 KiB
102 Downloads
Details...