Pressemeldung vom 03.05.2011

Anlässlich des Besuches des dänischen Folketing durch die Landesgruppe Mecklenburg-Vorpommern der CDU/CSU Bundestagsfraktion, in dessen Rahmen die Mitglieder Gelegenheit hatten, mit der ehemaligen Ministerin Henriette Kjaer, Sprecherin für Verkehr der konservativen Partei im dänischen Parlament über die Zusammenarbeit im Ostseeraum und Verkehrsfragen zu sprechen, erklären der Vorsitzende der Landesgruppe Mecklenburg-Vorpommern der CDU/CSU-Bundestagsfraktion Eckhardt Rehberg und Henriette Kjaer, verkehrspolitische Sprecherin der Konservativen Partei:

„Die Wiederbelebung des zentraleuropäischen Wirtschafts- und Verkehrskorridors als Drehscheibe zwischen den Wirtschaftsräumen Zentraleuropa und dem Ostseeraum bietet enorme Chancen. Im neuen Europa erhalten die Verkehrsströme eine völlig neue Dimension. Wir stehen vor der Herausforderung die Verkehrsachsen, wie die Transeuropäischen Netze (TEN) neu zu ordnen. Prognosen der Europäischen Union belegen ein Ansteigen des Wirtschaftswachstums im Ostseeraum bis 2015 um 250 %. Die mitteleuropäische Nord-Südachse ist dabei die kürzeste Verbindung von Skandinavien zur Adria. Das stetige Wachstum des Aufkommens im Güter- und Personenverkehr auf dieser Achse erfordert eine leistungsfähige Verkehrsinfrastruktur. Erforderlich ist eine entsprechende Weiterführung der Eisenbahnachse Palermo/Berlin über Nürnberg (Projekt Nr. 1 im Transeuropäischen Netz) bis nach Rostock im Rahmen der europäischen Verkehrsplanung sowie die Weiterführung des TEN 22 Bratislava – Prag über Prag hinaus nach Dresden – Berlin. Mit ihrem Ausbau wird eine wichtige strategische Weiche in einem zusammenwachsenden Europa gestellt. Wir werden uns in Deutschland und Dänemark für die Fortführung des TEN 1 über Berlin hinaus nach Rostock – Kopenhagen und für die Stärkung der Süd-Nordachse von der Adria nach Skandinavien über Mecklenburg Vorpommern und Dänemark einsetzen. Mit der Ortsumgehung in Nyköping wird die Verkehrsinfrastruktur zwischen Gedser und Kopenhagen entscheidend verbessert werden, mit der von der EU mit 24,5 Mio. € geförderten Meeresautobahn zwischen den Ostseehäfen Rostock und Gedser sind wichtige Weichen zur Verbesserung der Verkehrsverbindung zwischen Dänemark und Deutschland gestellt. Unser Ziel muss sein, regionale Struktureffekte und wirtschaftliche Wertschöpfungsstrategien zu entwickeln und bereits bestehende regionale und sektorale Wirtschaftscluster miteinander zu verknüpfen, zu kooperieren und den Wirtschaftsraum entlang der Nord-Südachse zu entwickeln, um eine weitere Zunahme des Güter- und Warenverkehrs, wachsende Fährverkehre und zusätzlich wirtschaftliche Dynamik in Mecklenburg-Vorpommern und Dänemark zu generieren.“

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