Der Arbeitskreis Küste der Unions-Bundestagsfraktion traf sich in Berlin mit dem Bundesminister für Landwirtschaft und Ernährung, Christian Schmidt, MdB. In seinen Ausführungen ging Schmidt (CSU) dabei vor allem auf das vom SPD-geführten Umweltministerium (BMUB) geplante Verbot der Freizeitfischerei ein. „Es gibt keine valide wissenschaftliche Begründung dafür, dass die Freizeitfischerei in Gebieten in Nord- und Ostsee ganzjährig verboten sein sollte. Zudem gibt es erhebliche rechtli-che Bedenken, ob ein temporäres, räumliches oder gar ein Pauschalverbot aus den Natura 2000-Richtlinien abgeleitet werden kann“ so Landwirtschaftsminister Christian Schmidt.
Unterstützung für diese Einschätzung kam aus dem Küstenkreis. „Verbote müssen immer fachlich und sachlich begründet sein. Diese Grundlage fehlt eindeutig im Entwurf des BMUB. Das ist nur so zu erklären, dass SPD-Ministerin Hendricks erst die Freizeitfischerei und in einem zweiten Schritt die Berufsfischerei in Nord- und Ostsee immer weiter einschränken möchte!“ ist Philipp Murmann, Vorsitzender des AK Küste überzeugt und ergänzte „Anstatt ideologische Kämpfe zu führen, sollte Hendricks lieber dazu beitragen, die Kormoranplage einzudämmen. Das wäre sinn-voll sowohl für den Erhalt nachhaltiger Fischbestände und als auch für die Fischerei.“
Landwirtschaftsminister Schmidt berichtete zudem darüber, dass der Brexit auch Auswirkungen für die deutsche Fischerei habe. Denn vor den Küsten Großbritanniens und Nordirlands würden auch von deutschen Fischern Heringe gefischt, die zu einem Großteil in Sassnitz verarbeitet werden.
„Die zukünftigen Heringsfangquoten sind daher ein wichtiges Thema für unsere Hochseefischer. Deswegen muss dies Teil der Gesamt-Verhandlungen im Zuge der Austrittsgespräche des Vereinigten Königreiches aus der EU sein. Ansonsten wird die britische Regierung ihre Fischer einseitig bevorteilen, die sich mehrheitlich für den Brexit stark gemacht haben“ so Philipp Murmann abschließend.

170428 PM AK Küste BMEL
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