In der laufenden Sitzungswoche nutzten norddeutsche Abgeordnete der CDU die Gelegenheit, um erneut mit Bundeslandwirtschaftsminister Christian Schmidt (CSU) zusammen zu kommen und über die Angelverbotspläne zu beraten. Die Politiker – unter anderem Ingo Gädechens, Matthias Lietz und Eckhardt Rehberg – sind sich weiterhin einig, dass die Planungen des SPD-geführten Bundesumweltministeriums nicht verhältnismäßig und wenig wissenschaftlich fundiert sind. Aktuell plant das Bundesumweltministerium unter Ministerin Barbara Hendricks (SPD) im Rahmen der Ausweisung von Naturschutzgebieten in Nord- und Ostsee unter anderem die Freizeitfischerei zu untersagen. Obwohl schon seit mehreren Monaten Politik und Verbände massiv gegen die Pläne intervenieren, bleibt das Umweltministerium bisher bei seiner kompromisslosen Position.

„Die Union steht geschlossen gegen das Angelverbot“, erklären der Vorsitzende der Landesgruppe Mecklenburg-Vorpommern der CDU/CSU-Bundestagsfraktion Eckhardt Rehberg und der Bundestagsabgeordnete Matthias Lietz, Obmann im Tourismusausschuss des deutschen Bundestages. „Ob auf Orts-, Kreis-, Landes- oder Bundesebene: In überzeugender Einstimmigkeit wehrt sich die Union gegen das Verbot von Freizeitfischerei in den geplanten Naturschutzgebieten von SPD-Ministerin Hendricks. Die CDU hat ihre Hausaufgaben im Sinne der Hochseeangelbetriebe und des Gewerbes im Bereich der Freizeitfischerei gemacht. Jetzt bleibt nur die Hoffnung, dass auch Ministerin Hendricks endlich einlenkt und die Pläne fallen lässt.“ Auch Landwirtschaftsminister Schmidt (CSU) vertritt diese Linie. „Ein pauschales Verbot der Freizeitfischerei lehne ich ab“, so der Minister beim heutigen Gespräch mit den CDU-Abgeordneten. „Es gibt keinen ausreichenden wissenschaftlichen Nachweis, dass die Angelfischerei zu einer Belastung in Schutzgebieten führt. Der Schutz von Sandbänken und Riffen ist durch die private Angelfischerei nicht in Gefahr.“ Besonders betonte der Minister zudem, dass die Auswirkungen des Verbots für den regionalen Tourismus und die lokale Küstenwirtschaft unverhältnismäßig hoch wären.

„Jetzt liegt der Ball im Feld der SPD, die so geschlossen wie die Union auftreten muss, um viel Druck auf die eigene Ministerin aufzubauen – nur so kommen wir zu einem vernünftigen Ergebnis für den Angeltourismus“, so Rehberg und Lietz abschließend.