Der Bundesrat hat heute dem Gesetzesentwurf zur Änderung des Einkommensteuergesetzes zur Erhöhung des Lohnsteuereinbehalts in der Seeschifffahrt, der gestern im Deutschen Bundestag in 2./3. Lesung beschlossen wurde, zugestimmt.

Danach dürfen die deutschen Reeder für Seepersonal auf Schiffen unter deutscher Flagge die Lohnsteuer unabhängig von der Dauer des Heuerverhältnisses komplett einbehalten. Bislang lag der Lohnsteuereinbehalt bei 40 % und durfte einbehalten werden, wenn die Besatzungsmitglieder in einem mehr als 183 Tage dauernden zusammenhängenden Heuerverhältnis standen. Die Änderungen gelten zunächst bis Ende 2020 und bedürfen noch der Zustimmung der EU-Kommission.

Eckhardt Rehberg, Vorsitzender der Landesgruppe Mecklenburg-Vorpommern der CDU/CSU-Bundestagsfraktion: „Heute haben wir einen wichtigen Schritt zur Erhöhung der Wettbewerbsfähigkeit der deutschen Flagge, insbesondere gegenüber unseren europäischen Nachbarn wie Dänemark und den Niederlanden, gemacht. Mit dem kompletten Lohnsteuereinbehalt werden kurzfristig Kostenentlastungen für die Reedereien erreicht und Bürokratie abgebaut. Wir schaffen damit eine zentrale Voraussetzung zur Sicherung des seemännischen Know-hows für die maritime Wirtschaft. Das dient der maritimen Wirtschaft in Mecklenburg-Vorpommern, insbesondere als wichtigem Fährstandort, dem Norden und der gesamten Bundesrepublik. Damit hat sich mein langjähriger Einsatz für diese Lösung gelohnt und einen erfolgreichen Abschluss gefunden.“

 

160129 Lohnsteuereinbehalt
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