Der Bundestagsabgeordnete Eckhardt Rehberg (CDU) verweist bei der aktuellen Debatte um eine angebliche Anleihe aus dem Zweiten Weltkrieg auf die historischen Fakten:

„Grundsätzlich darf trotz der aktuellen wirtschafts- und haushaltspolitischen Probleme die gute Zusammenarbeit und enge Verbindung zwischen Griechenland und Deutschland nicht aus dem Blick geraten.

Deutschland ist sich stets seiner historischen Verantwortung bewusst und hat nach dem Zweiten Weltkrieg klar zu seiner Verantwortung gestanden. Zu Beginn der 1960er Jahre schloss die Bundesrepublik sogenannte Globalentschädigungsabkommen mit westlichen Staaten ab. In diesem Zusammenhang erhielt Griechenland Zahlungen in Höhe von 115 Millionen DM (deutsch-griechischer Vertrag vom 18. März 1960, BGBI. II 1961 S. 1596). Nach seinem Wortlaut war mit diesem Vertrag auch für die griechische Seite die Frage der Wiedergutmachung des NS-Unrechtes abschließend geregelt. Deutschland hat seit Beendigung des Zweiten Weltkrieges in hohem Maß Reparationsleistungen erbracht. Allein durch die Wiedergutmachung uns sonstige Leistungen wurde ein Vielfaches der ursprünglich auf der Konferenz von Jalta ins Auge gefassten Reparationen in Höhe von 20 Milliarden US-Dollar erbracht.

Historisch ist die nun von griechischer Seite aufgekommene Rückzahlungsforderung einer Zwangsanleihe ebenso höchst fraglich: Die Quellen des Auswärtigen Amtes belegen, dass sich eine „Deutsche Restschuld“, wenn überhaupt, aus Besatzungskosten ergebe. Eine Anleihe oder einen Kredit hat es demnach nicht gegeben. (DIE WELT, http://www.welt.de/138498430)

Im Übrigen sind alle Reparationsansprüche seit dem „Vertrag über die abschließende Regelung in Bezug auf Deutschland“ von 1990 beendet worden. Diesem Vertrag haben die der KSZE angehörenden Staaten in der Charta von Paris am 21. November 1990 zugestimmt; zu diesen Staaten gehört auch Griechenland.“

150320 Anleihe Griechenland
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